Haut- und Laserzentrum in Eichstätt

Published • AIT 11.2017
Design • Reimann Architecture, Hamburg
Location • Am Anger 1, Eichstätt
Photos • Hubert P.Klotzeck
Text • Regina Schubert

Schönheit wird heute nicht mehr als Gottesgeschenk gesehen, sondern als Ergebnis von konsequenter, oft harter Arbeit am eigenen Körper. Deshalb investieren immer mehr Deutsche in sich selbst. Dabei wachsen natürlich nicht nur die Ansprüche an die Kompetenz der Fachärzte und die technische Ausstattung, sondern auch an die Behandlungsräume, die mehr sein müssen als nur steril.

Mit 20 Jahren haben wir das Gesicht, das uns die Natur geschenkt hat, ab 40 haben wir das Gesicht, welches unser Leben prägte“, sagt der Volksmund. Alles, was wir aus- und unterdrücken wollen, zeigt sich früher oder später in unserem Gesicht. Zornes- röte bei Wut, Leichenblässe bei Angst, die Denkerstirn oder unzufrieden herabhängende Mundwinkel sind Beweise dafür. Viele Deutsche sind immer mehr darauf bedacht, andere im eigenen Gesicht nicht ihr Leben lesen zu lassen und investieren in sich selbst. Zehn Prozent mehr Schönheitsoperationen und ganze 20 Prozent mehr „minimal-invasive Eingriffe“ am Gesicht melden die Ärzte der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plas- tische Chirurgie (DGÄPC) im Jahr 2016. Schönheitsoperationen sind zum gesellschaftlichen Standard geworden und die Kunden – Patienten mag man sie kaum nennen – werden im- mer jünger. Das Haut- und Laserzentrum im Herzen von Eichstätt hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und bietet neben der klassischen Dermatologie, die sich mit allen akuten und chronischen Erkrankungen der Haut befasst, auch das gesamte Spektrum ästhetischer Behandlungen an. Nicht nur die neuesten Behandlungsmethoden, innovative Geräte und die langjährige Erfahrung der Fachärzte sind hier der Schlüssel zum Erfolg, sondern auch die neu gestalteten Räumlichkeiten, mit deren Umbau der Innenarchitekt Julius Reimann betraut wurde. Sein zentraler Gestaltungsansatz ist die polygonale Struk- tur der Haut, die den optischen Leitfaden des 380 Quadratmeter großen Haut- und Laser- zentrums bildet. Die Räume sind geprägt von einer vielschichtigen Interpretation der Haut in Form von Textur, Struktur und Farbe. Die Innenarchitektur ist auf klare Sichtachsen und Bezugspunkte ausgerichtet. Die Gestaltung der verschiedenen Untersuchungs- und Behandlungszimmer folgt dem Wunsch der Bauherren nach einer schlichten und funktiona- len Einrichtung. Ruhig wirkende Linien bilden dabei die Basis. Pastellfarben, Spie- gelflächen und elegante Grauschattierungen stehen im Zentrum des Designs. Mehr Gestaltungsspielraum bot hingegen der Empfangs- und Wartebereich. Mit einem weit ausladen- den Tresen aus Marmor, dessen dynamische Maserung und Formgebung beeindrucken, werden die Besucher empfangen und können sich dann in dem wohnlich-behaglichen Warteraum am zentral angelegten Kamin mental auf die Behandlungen vorbereiten.