Gesichter einer Stadt – ein Buchprojekt von Peyman Azhari

Published • Garten + Landschaft 2.2016
Text •Regina Schubert

Der Fotograf Peyman Azhari hält für ein Buchprojekt Menschen aus 132 Nationen fest, die in der Dortmunder Nordstadt leben.

Seine Portraits zeigen Menschen unterschiedlichster Nationalitäten in ihrem Lebens- und Wirkungsfeld. Mit vielen hat Azahri persönlich gesprochen und dabei die Frage nach Heimat gestellt. „Ich habe Menschen getroffen, die heimatlos sind. Und solche, die sagen, sie hätten zwei Heimaten. Die meisten aber antworteten auf meine Frage: ‘Heimat ist dort, wo ich mich wohlfühle‘“. Der Fotograf hat schnell Zugang zu den Menschen gefunden, nicht zuletzt deshalb, weil er selbst diese diffusen Heimatgefühle kennt. Über Nacht war seine Familie im ersten Golfkrieg mit einem kleinen Fiat über die Türkei nach Deutschland geflohen. Peyman war damals vier Jahre alt. Durch diese Erfahrung schafft der Fotograf den Blick hinter die Klischee-Fassade. Azharis Projekt ist ein Aufruf zur Verständigung, zur Weltoffenheit und zu einem friedvollen Miteinander. „Neben allen Problemen, mit denen die Nordstadt zu kämpfen hat, sehe ich viel Potenzial. Würde man es nutzen, könnte Dortmund aus seinem Zuwandererproblem eine Stärke machen. Dass es funktionieren kann, davon erzählen die Begleitgeschichten in dem Buch ‚Heimat 132‘. Ich hoffe, dass sie sich noch oft wiederholen werden.“